Verluste

Qualmende Trümmer, verkohltes Mobiliar und Asche, soweit das Auge reichte. McAllister stand vor den Trümmern seiner Existenz. Er hatte dieses Haus mit eigenen Händen erbaut, Stein auf Stein und Brett an Brett geschlagen.
Über diese Schwelle hatte er damals seine Frau getragen, an diesem Türrahmen jedes Jahr die Größe seiner Kinder festgehalten, an diesem Tisch jeden Tag mit seiner Familie gegessen, dort in der Werkstatt einst ein Schaukelpferd mit seinem Sohn gebaut, hier hatte das Puppenhaus seiner Tochter gestanden. Alles war ein Raub der Flammen. Nichts blieb ihm, keine Erinnerung, keine Fotos.
Vielleicht hätte er sie besser auf Facebook geladen.

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3 Kommentare zu “Verluste

      • Das ist er allem Anschein nach sowieso… ich meine, das Einzige, woran er beim Verlust seines Hauses (von der Familie ist im Drabble nicht die Rede, hoffentlich hat die überlebt) denkt, ist Facebook.
        Wobei klar, vielleicht in Hinblick auf das Konservieren von Erinnerungen – aber letztendlich ist jemand, der alle Erinnerungen digital der ganzen Welt zur Verfügung stellt auch irgendwo egoistisch… weißt du, was ich meine?
        McAllister ist mir jedenfalls unsympathisch, mal sehen wie sich der Kerl noch im Tintenfleckversum macht.

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