Tim der Troll III

Einst in tiefer dunkler Nacht,
ist Tim der Troll sofort erwacht.
Da war ein Rascheln und ein Poltern,
als würde einer über Wäsche stolpern.

Zwar fürchtet Tim das Dunkel nicht,
doch macht er schnell nun Licht.
Aber wohin er seinen Blick auch wandte,
es war alles, wie er es kannte.

Ratlos kratzt sich Tim am Kinn,
legt sich schließlich wieder hin.
Auch ein Troll braucht seinen Schlaf,
und so zählt er Schaf um Schaf.

Doch schon poltert es erneut,
was Tim so gar nicht freut.
Sofort wird das Zimmer hell,
doch der Störenfried ist schnell.

Das Zimmer ist wieder leer,
und der Tim seufzt tief und schwer.
Er wirft einen Blick unter sein Bett,
was er sieht, ist gar nicht nett.

Ein Monster hat sich dort versteckt,
und Tim im Schlaf zutiefst erschreckt.
Sofort holt Tim den Baseballschläger,
wird spontan zum Monsterjäger.

Das Monster schreit verängstigt auf,
rennt in die Küche im Dauerlauf.
Es schnappt sich Keks und Torte,
ist eines von der Krümelsorte.

Tim hebt den Arm zu einem Hieb,
doch das Monster ist ganz lieb.
Es hält Tim die Kekse hin,
ein kleiner Rest, der ist noch drin.

„Ach übrigens, ich heiße Frank“,
sprechend öffnets den Marmeladenschrank.
Doch da ist für Tim der Spaß vorbei,
und er schlägt den Frank zu Brei.

Frank flog raus zum Fenster.
„Hau bloß ab, du fieser Gangster!
Lass die Finger von des Schrankes Pracht,
denn die Marmelade hab ich selbst gemacht!“

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7 Kommentare zu “Tim der Troll III

  1. Also mir ist Frank eigentlich recht sympathisch – wieso ist Tim nur so geizig? Ein bisschen Marmelade mit Keksen und Torte ist doch toll und so von Monster zu Monster plaudert es sich bestimmt ganz angenehm.

  2. Hallo,

    lustiges Gedicht. Meinen Kindern hat es auch gut gefallen und sie mussten lachen (die letzte Strophe habe ich weggelassen, da ich sie nicht so nett fand.) Der Übergang zur 5. Strophe holperte etwas beim laut Vorlesen.

    Grüße Heike

    • Da find ich die Strophe davor aber auch nicht so nett, immerhin wird Frank zu Brei geschlagen…

      Aber es freut mich sehr, das dir und deinen Kindern das Gedicht gefällt! :)
      Der Strophenübergang holpert in der Tat – ich habe nie das ganze Gedicht laut gelesen, immer nur die einzelnen Strophen beim Überarbeiten :-/

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