Moving

It sure is a pity, she said,
Rising naked from the bed,
But I don’t speak German,
So I’d feel like a merman,
Drowning in the air.
It wouldn’t be fair,
If I had to leave all behind,
Clear them off of my mind,
Had another language to learn,
Foreign money to earn.
I wouldn’t know anyone,
Would be lone if you’re gone.
How long would it last?
It could be over so fast.
So move without me,
From now on you’re free.
Our love will be dead,
No light, shadow nor bread.
It will be easy for you,
I slept with your brother Stu.

Irrealis

Da saß er, gehüllt in ein zerknittertes Hemd, im Licht einer kleinen Lampe über den Schreibtisch gebeugt. Heerscharen von Schattenmonstern tollten über die Wand, während er verbissen schrieb.
Genau so, wie sie ihn zurückgelassen hatte.
Mal hielt er inne, kratzte sich am Kinn, fuhr sich mit den Fingern durch die Haare. Rieb sich die Nase und schmierte sich dabei blaue Tinte ins Gesicht. Sie sah, wie er den Kopf schüttelte, und sofort wieder durchstrich, was er geschrieben hatte. Wie er das Blatt herausriss, zerknüllte und achtlos hinter sich warf. Sie hörte ihn fluchen, schimpfen. Ihren Namen rufen.
Sie unterdrückte ein Seufzen, trat näher. „Kann ich dir helfen?“
Wie vom Blitz getroffen wirbelte er herum und sprang auf. „Du!“, rief er, die Hände zu Fäusten geballt.
„Ich?“ Seelenruhig wartete sie ab, rührte sich nicht, Neugier in ihrem Blick, keine Spur von Angst.
„Wo warst du?“ Seine Stimme zitterte, überschlug sich beinahe. „Vor Tagen schon habe ich dich gerufen! Vor Tagen!!!! Und deine Antwort? Nichts. Kein Sterbenswörtchen! Hast getan, als gäbe es mich nicht!“
„Jetzt bin ich ja da.“
Er lachte. Künstlich, ohne Freude, triefend vor Gram. „Ja, jetzt.“ Seine Augen verengten sich zu schlitzen. „Gib’s zu, du warst bei einem anderen!“
Sie schüttelte den Kopf. „Selbst wenn es so wäre, was täte es zur Sache? Nun gehöre ich nur noch dir.“
„Ich will dich nicht mehr!“, schrie er, „Geh zurück zu dem Anderen! Lass mich in Frieden!“
„Nein.“, sagte sie einfach.
„Doch! Ich weigere mich! Keine Zeile werde ich schreiben! Ich streike! Hörst du? ICH STREIKE!“
Sie lächelte, ging auf ihn zu und versiegelte seinen Mund mit ihren Lippen. Wie vom Donner gerührt stand er da, bis sie sich endlich wieder von ihm löste. Er spürte ihren Atem in seinem Ohr, als sie flüsterte: „Und doch hast du gerade diese Szene niedergeschrieben.“
Verdammt.

Kein Kind mehr

Wie konnte sie das wagen! Diese elende Schlampe! Zornig schlug Matt die Autotür zu und steckte mit zitternden Fingern den Schlüssel ins Zündschloss. Der Motor begrüßte ihn mit einem freudigen Schnurren und heulte begeistert auf, als er aufs Gaspedal drückte. Wofür hielt sie ihn? Für ein Kind? Er war alt genug, um auf sich selbst aufzupassen! Er wusste, was er sich zumuten konnte! Er war erwachsen. Er brauchte keinen Babysitter, brauchte keine dahergelaufene Tussi, die ihn bemutterte. Er war sich seiner Verantwortung sehr wohl bewusst. Aber nein, sie wusste ja alles besser!
„Du hast zu viel getrunken!“
Pah. Er hatte nur mit Onkel Tom angestoßen. Und mit Olivia. Außerdem hatte er die Einladung, Georges selbst gebrannte Schnäpse zu probieren, nun wirklich nicht ausschlagen können. Wie hätte denn das ausgesehen? Als wäre er undankbar und verwöhnt.
„Gib mir die Autoschlüssel, Matt.“ Wie ein kleines Kind hatte sie ihn aussehen lassen. Blöde Schnepfe…. sollte sie doch selbst sehen, wie sie nach Hause kam! Das lag nun wirklich nicht mehr in seiner Verantwortung, sollte sie doch sehen, was sie davon hatte….
Als er auf die Landstraße einbog, schnitt ihm plötzlich von rechts ein Baum den Weg ab.