In eigener Sache: Große Leserumfrage

Die Frage des Tages: Wer liest eigentlich den Tintenfleck?

Eine Frage, auf die ich leider gar keine wirkliche Antwort habe – ihr vielleicht? Ja, wer wenn nicht ihr ;-)

Den Tintenfleck gibt es nun seit fast eineinhalb Jahren und in dieser Zeit ist viel passiert. Über 150 Texte sind hier online gegangen, eine Zahl, über die ich immer wieder staune. Woher nahm ich nur all die Ideen?

Nach all dieser Zeit würde mich aber einmal interessieren, wer wie wo wann was wieso liest. Deshalb gibt es heute keinen Text, stattdessen habe ich an einer Umfrage gebastelt, die ihr hier finden könnt: Die Große Tintenfleck Weihnachtsumfrage 2015.

Keine Angst, ich will weder eure Namen, noch eure Adressen oder Schuhgrößen! Die Umfrage soll mir helfen, mir einen besseren Überblick über meine Leserinnen und Leser zu verschaffen. Ich habe hier viele Projekte und Serien gestartet, viele verschiedene Textsorten ausprobiert und frage mich nun, in welche Richtung ich mit dem Kurzgeschichtenblog weiter gehen werde. Das wichtigste Kriterium seid dabei ihr, liebe Leseratten. Also helft bitte mit, füllt die Umfrage aus (keine Angst, das ist in 5 Minuten erledigt) und lasst uns gemeinsam den Tintenfleck zu einem noch besseren Leseerlebnis für alle machen! :-)

 

Willkommen auf dem Tintenfleck

Oh, hallo. Entschuldigung, ich habe Sie da drüben gar nicht gesehen. Was sagen Sie da? Sie sind ein Blogbesucher? Ein Leser? Ach herrje … nein, verstehen Sie mich nicht falsch. Das ist großartig. Wir haben gerne Leser hier, nur habe ich jetzt gar nicht mit Besuch gerechnet. Entschuldigen Sie bitte, dass es hier etwas unaufgeräumt ist. Die Sidebar da drüben sollten wir eigentlich längst entrümpeln, aber es ist heutzutage so schwer, einen guten Webdesigner zu finden … unserer hat uns zwar gestern bereits einen Kostenvoranschlag geschickt, aber vor Juni tut er keinen Mausklick. Aber ich schweife ab … Großartig, dass Sie hier sind.
Was meinen Sie? Das sagte ich schon?
Ich habs! Ich gebe ihnen eine kleine Führung! Ignorieren Sie einfach das Durcheinander hier, sehen Sie mal nach unten, da wo „Teilen“ steht. Das sind die Sharing-Schaltflächen. Die sollen ganz praktisch sein, damit kann man seinen liebsten Text direkt Freunden zeigen. Fragen Sie mich aber nicht, wie das funktioniert, ich habe es nie ausprobiert.
Ja, das wars auch sch… – Oh! Sie haben Glück! Sehen Sie den schrulligen Typen da drüben, den mit der Brille, der eine dampfende Darth-Vader-Tasse vor sich herträgt und gerade den letzten Keks aus der Dose im Besprechungsraum stibitzt?
Das ist der Autor! Gerade jetzt setzt er sich an den PC, sehen Sie? Gleich wird er uns einen seiner tollen Texte schreiben! Schreiben? Nein, veröffentlichen. Er hat ihn sicher schon fertig, ein genialer Kopf wie der.
Was macht er? Ah, er öffnet das E-Mail-Programm. Klar, das Feedback seiner Lektorin anschauen. Dem Text den letzten Schliff geben, die Worte noch einmal richtig aufpolieren, den Figuren Leben einhauchen und ihn dann sofort online posten.
Worum es wohl gehen wird? Ob er sich wieder mit den Musen irgendwo in der Realität verliert? Oder die epische Queste um Aaron von Ostwald fortsetzt? Wie? Die kennen Sie noch gar nicht? Da haben Sie aber was verpasst. Aber unter uns, mir gefallen die Texte um Tim den Troll ja viel besser …
Oh, er hat seine Brille gerade gerückt und einen Notizzettel gezückt! Da! Der nachdenkliche Blick. Das Spielen mit dem Kugelschreiber. Das Stirnrunzeln. Das Zupfen am Bart, das Nippen am Kaffee, das Fingerknacken! Das ist es! Man sieht die Inspiration richtig durch den Raum schreiten, kann den Kuss der Muse völlig spüren!
Dieser Mann, meine Damen und Herren, schreibt jetzt!
Aber … was tut er denn? Er springt auf, rauft sich die Haare? Stürzt den Kaffee hinunter? Zerbricht die Tasse!? Er zerknüllt den Zettel! Wirft ihn weg!!! Was …? „So kann ich nicht arbeiten!“, ruft er aus. „Was für ein Feedback soll das sein: ‚Njoa‘. Njoa! Der geb ich gleich Njoa!“
Herrje, er stürmt davon. Oh, die Tür ist jetzt aber zu.
Ach herrje.
Es tut mir wirklich leid, dass sie Zeuge dieser Szene werden mussten. Entschuldigen Sie bitte vielmals. Ja, heute wird es wohl doch keinen Text geben.
Tut mir wirklich leid. Aber vielleicht möchten Sie unseren Autoren etwas aufmuntern? Liken Sie doch irgendwas, seine verwaiste Facebook-Seite oder so …