Feuer und Flamme

Ein gigantischer Feuerball verschlang den Komplex und versengte die Umgebung mit seinem tödlichen Brodem.
Er kauerte sich schützend hinter den Felsblock, den er in letzter Sekunde erreicht hatte. Funken setzten sich in seinem Bart ab und brannten sich tief in seine Haut. Auch nachdem die glühende Wallung abgeklungen war, blieb er in Deckung. Vorsichtig spähte er über den Felsrand: Überall brennende Trümmer.
Schade um sein Geheimversteck.
Betrübt erhob er sich und machte sich auf den Weg in die nächste Stadt.
In Zukunft würde er zölibatär leben. Keine CIA-Agentin würde ihm mehr im Bett seinen bösen Plan entlocken und dann vereiteln.

Verluste

Qualmende Trümmer, verkohltes Mobiliar und Asche, soweit das Auge reichte. McAllister stand vor den Trümmern seiner Existenz. Er hatte dieses Haus mit eigenen Händen erbaut, Stein auf Stein und Brett an Brett geschlagen.
Über diese Schwelle hatte er damals seine Frau getragen, an diesem Türrahmen jedes Jahr die Größe seiner Kinder festgehalten, an diesem Tisch jeden Tag mit seiner Familie gegessen, dort in der Werkstatt einst ein Schaukelpferd mit seinem Sohn gebaut, hier hatte das Puppenhaus seiner Tochter gestanden. Alles war ein Raub der Flammen. Nichts blieb ihm, keine Erinnerung, keine Fotos.
Vielleicht hätte er sie besser auf Facebook geladen.